Wie Verlage Manuskripte auswählen
Verlage investieren in jedes Buch, das sie veröffentlichen: Lektorat, Gestaltung, Druck, Vertrieb, Werbung. Deshalb wählen sie nach zwei Fragen aus. Passt das Buch in unser Programm? Und wird es sich verkaufen? Die erste Frage beantwortest du, indem du nur Verlage anschreibst, die dein Genre führen. Die zweite beantwortest du mit einem klaren Konzept, einer erkennbaren Zielgruppe und, wenn vorhanden, mit deiner Reichweite.
Schritt für Schritt: Manuskript bei einem Verlag einreichen
- Passende Verlage recherchieren. Sieh dir an, wer Bücher wie deines verlegt: im Buchhandel, in Bestsellerlisten, im Impressum vergleichbarer Titel.
- Einreichungsregeln lesen. Viele Verlage nennen auf ihrer Website, ob sie unverlangte Manuskripte annehmen, in welcher Form und wie lange die Prüfung dauert. Halte dich genau daran.
- Exposé schreiben. Ein bis zwei Seiten: Titel, Genre, Umfang, Zielgruppe, Inhalt in wenigen Absätzen, was dein Buch von anderen unterscheidet, kurze Vita.
- Leseprobe beilegen. Meist die ersten Seiten oder ein Kapitel, sauber formatiert und korrigiert.
- Geduld und Nachverfolgung. Absagen sind normal und sagen oft mehr über das Programm als über dein Buch.
Was gehört in ein Exposé?
Das Exposé ist deine Bewerbung. Es muss in zwei Minuten zeigen, worum es geht, für wen das Buch ist und warum gerade du es schreibst. Bei Sachbüchern zählt die Expertise, bei Romanen der Kern der Geschichte samt Ende. Erwähne konkrete Zahlen zu deiner Reichweite, wenn du welche hast: Follower, Newsletter-Abonnenten, Hörer, Kunden. Für Verlage ist ein vorhandenes Publikum ein starkes Argument.
Literaturagentur oder direkt zum Verlag?
Literaturagenturen vermitteln Manuskripte an Verlage, verhandeln Verträge und erhalten dafür eine Provision an deinen Einnahmen. Große Publikumsverlage arbeiten häufig bevorzugt mit Agenturen zusammen. Für Sachbücher, Ratgeber und Bücher mit klarer Zielgruppe ist der direkte Weg zum spezialisierten Verlag oft schneller.
Zuschussverlage erkennen
Die wichtigste Regel: Ein Verlag bezahlt dich, nicht umgekehrt. Warnsignale sind:
- Du sollst einen Zuschuss zu Druck, Lektorat, Cover oder Werbung zahlen.
- Die Zusage kommt sehr schnell und mit viel Lob, aber ohne inhaltliche Rückmeldung.
- Du sollst eine Mindestzahl eigener Exemplare abnehmen.
- Der Vertrag regelt vor allem deine Zahlungen und kaum, wie das Buch an Leser verkauft wird.
Druckkostenzuschussverlage verdienen am Autor, nicht am Leser. Wenn du dein Buch selbst finanzieren willst, ist Self-Publishing ehrlicher und günstiger. Was die einzelnen Wege kosten, steht im Ratgeber Kosten einer Veröffentlichung.
Die Alternative für Menschen mit Reichweite
Du hast eine Community auf YouTube, Instagram, TikTok oder im Podcast, oder du bist Expertin oder Experte in deinem Feld? Dann musst du kein fertiges Manuskript durch die Verlagswelt schicken. Orbita Media ist auf genau diese Autorinnen und Autoren spezialisiert: Wir entwickeln das Buchkonzept mit dir, die Schreibbegleitung macht aus deinen Texten und Sprachnachrichten das Manuskript, und du behältst bei Titel, Inhalt und Cover das letzte Wort. Für dich entstehen keine Kosten. Welche Creator-Wege es gibt, zeigen unsere Seiten für YouTuber, Instagram-Creator, TikTok-Creator, Podcaster und Coaches und Experten.
Und wenn das Buch schon fertig ist?
Hast du ein fertiges Manuskript mit Cover und möchtest es selbst herausbringen, aber trotzdem mit Verlags-ISBN und im Buchhandel bestellbar? Dafür gibt es ShelfPublisher, die Autorenplattform der Orbita Media GmbH. Zugang gibt es auf Anfrage, das Verlagsteam prüft jede Einreichung persönlich.